IOL-Formeln (Biometrie-Formeln) geben an, welche Brechkraft eine Intraokularlinse aufweisen muß, um im Verein mit anderen 'Linsen' (Brille, Hornhaut) eine bestimmte optische Wirkung (Konvergenz parallel einfallender Strahlen auf der Netzhaut) zu erreichen. Sie lassen sich einteilen in theoretische Formeln, denen ein optisches Modell zugrundeliegt und in empirische Formeln, die auf postoperativen statistischen Analysen beruhen.
Jede IOL-Formel macht Gebrauch von mathematischen Konstanten, in denen sich u.a. individuelle Meßbedingungen bei der Erfassung der Patientendaten, unterschiedliche Linsenmaterialien und -Formen sowie verschiedene Implantationspositionen widerspiegeln. Solche Konstanten tauchen als Formel- wie auch als IOL-Konstanten auf und müssen genaugenommen für jeden Einzelfall optimiert werden.
Ziel des Projekts 'IOL-Berechnung' ist, die Vorhersagegenauigkeit von IOL-Formeln durch optimierte, allgemeingültigere Algorithmen zu verbessern.
Hierzu dienen u.a. Modellrechnungen an 'theoretischen Augen', die aus einer Vielzahl von ultraschallbiometrischen Messungen hergeleitet wurden. Mit Hilfe des 'Dicke-Linsen-Formalismus' bzw. Ray-tracing-Verfahren lät sich damit u.a. der Einfluß unterschiedlicher Linsen-Formen und -Materialien bestimmen.
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Stand: 09.08.96